8. November 2019
Freud-Institut Zürich

Forum

Freitag, 8. November 2019

"Was ist Balintarbeit? – Entstehung & Methode, Formen & Wirkung" 

Miriam Vogel, Dr. phil. (Zürich) 

Moderation: Maria Gubelmann, lic. phil. (Zürich)

  •  20:30 Uhr im Freud-Institut Zürich, Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich
  • unentgeltlich
  • anerkannt von SGPP und PSY-Verbänden, je 2 Credits
  • Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich

Balintarbeit wird benannt nach ihrem Begründer Michael Balint (1896-1970), Arzt, Psychologe, Biochemiker und Psychoanalytiker an der Tavistock Clinic London. Sie ist eine Methode der beziehungsanalytischen Supervision zum Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen zwischen Behandler und Patient/Klient. Die unbewusste problematische Beziehungsdynamik zu einem vorgestellten „Fall“ wird in der freien Assoziation der Balintgruppe-Teilnehmer erfahrbar und besprechbar. Dem Vorstellenden wird es mithilfe der Gruppendiskussion möglich, seine Erfahrungen aus einem neuen Blickwinkel und gleichwohl mit eigenen Augen zu sehen, so dass sie ihm in seiner Arbeit dabei helfen, dem Wiederholungszwang des Patienten/Klienten nicht zu erliegen. Diese Arbeitsweise hat sich in vielen Berufsgruppen bewährt, in denen Beziehungen wichtig sind, so im Gesundheitswesen wie auch bei Seelsorgern, Lehrern und Juristen. Die Referentin gibt einen historischen Überblick zur Entstehung und Methodik der Balintarbeit, skizziert Formen und Wirkungen und beschreibt die Institutionalisierung der Balintgruppenleiterausbildung in der Schweiz im Vergleich mit anderen Ländern.

Miriam Vogel, Dr. phil. (Zürich). Eidgen. anerkannte Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin SGPsa / IPA, Balintgruppenleiterin SBG, Ausbildnerin AEP-UHZ, in eigener Praxis in Zürich tätig.