Zur Geschichte

Die Geschichte der Psychoanalyse in der Schweiz nahm im Jahr 1900 an der Psychiatrischen Klinik Burghölzli Zürich ihren Anfang. In Zürich wurde 1919 dann auch die Schweizerische Gesellschaft für Psychoanalyse (SGPsa) als Zweiggesellschaft der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA) gegründet. Die SGPsa unterhält heute sechs Ausbildungszentren in verschiedenen Sprachregionen der Schweiz. Das Freud-Institut Zürich ist das von der SGPsa anerkannte Ausbildungszentrum im Raum Zürich. Die Geschichte der Psychoanalyse in der Schweiz und insbesondere in Zürich präsentiert sich wechselvoll, wie in den nachfolgenden Texten nachgelesen werden kann. Jeweils auf „mehr“ klicken, um das PDF herunterzuladen.

Der Text von Alexander Moser wird mit freundlicher Genehmigung des Autors publiziert.

Zur historischen Entwicklung in der Deutschschweiz
Alex Moser

Die Schweizer waren “Psychoanalytiker der ersten Stunde”. Eugen Bleuler verpflanzte die Psychoanalyse in die Schweiz, machte Jung auf diese aufmerksam und bewirkte zum Beispiel, dass Jung am 25. Januar 1900 vor den der Zürcher Klinik über Freuds Traumlehre referierte.

Eine Anzahl Aerzte aus dem Ausland fanden über Eugen Bleulers Klinik den Weg zu Freud, so auch Karl Abraham (1877-1925), Hermann Nunberg, Sabina Spielrein, Otto Gross, Max Eitington (1881-1943) und Abraham Arden Brill (1874-1948).

Die Zürcher Gruppe war auch massgeblich an der Herausgabe der fünf Bände des “Jahrbuch” beteiligt, die zwischen 1909 und 1913 erschienen sind; nachdem Freud am 6.Juni 1907 an Jung geschrieben hatte: “...Redakteur können nur Sie sein, Bleuler wird es hoffentlich nicht abschlagen, neben mir als Herausgeber zu fungieren” (Freud/Jung 1974, 65).

Freud hat sicher nicht übertrieben, wenn er 1914 (X,66) schrieb: “Die Züricher wurden so die Kerntruppe der kleinen, für die Würdigung der Analyse kämpfenden Schar. Bei ihnen allein war die Gelegenheit, die neue Kunst zu erlernen und Arbeiten in ihr auszuführen. Die meisten meiner heutigen Anhänger und Mitarbeiter sind über Zürich zu mir gekommen.”
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Der Text von Eva Schmid-Gloor ist mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Schwabe Verlages dem Buch  "Reflexe 22: Barbara Handwerker Küchenhoff / Doris Lier (Hrsg.) Stadt der Seelenkunde Psychoanalyse" entnommen, das 2012 erschienen ist.

Das Freud-Institut Zürich
Eva Schmid-Gloor

Unter dem Namen Freud-Institut Zürich führt die Schweizerische Gesellschaft für Psychoanalyse(SGPsa) als Tochtergesellschaft der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA) ihre Ausbildungsstätte in Zürich.

Das Freud-Institut entstand 1977 in der Folge der Aufspaltung der Freud'schen Psychoanalyse in Zürich. Ursprüngliches Ausbildungsinstitut der SGPsa war das Psychoanalytische Seminar Zürich gewesen, dem im selben Jahr die Anerkennung durch die SGPsa und damit auch der IPA entzogen worden war.
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